Wissenschaft

Gute Bakterien

Die Darm-Mikrobiota besteht aus einer Vielzahl diverser Mikroorganismen, die in unserem Darm leben. Innerhalb dieser Gemeinschaft gibt es gute und schlechte Bakterien.  Für unser Wohlbefinden ist es wichtig, dass im Darm die guten Bakterien die Oberhand behalten und die schlechten Bakterien in Schach halten. Die Zusammensetzung der Bakterien und das Gleichgewicht dieser spielt daher eine entscheidende Rolle bei der Erhaltung unserer allgemeinen Gesundheit.

Auch bestimmte Lebensmittel enthalten gute Bakterien, wie Laktobazillen und Bifidobakterien. Sie sind dafür bekannt, dass sie unbedenklich verzehrt werden können und sich im Darm zu deiner Darm-Mikrobiota und den dort befindlichen guten Bakterien gesellen.

Asiatische Frau, die sich auf den Bauch greift und lacht.

5 Dinge, die gute Bakterien für dich tun

Gute Bakterien in unserem Darm zu haben, ist mindestens so wichtig, wie gute Freunde im Leben zu haben.

  1. Sie unterstützen aktiv unser Immunsystem.
  2. Sie halten schädliche Bakterien in Schach und hemmen deren Wachstum.
  3. Sie unterstützen den Verdauungsprozess.
  4. Sie tragen zur Aufrechterhaltung des Gleichgewichts der Darm-Mikrobiota bei.
  5. Sie produzieren lebenswichtige Nährstoffe, wie z. B. Vitamine, die unser Körper braucht.

 

Braucht man gute Bakterien, auch wenn man gesund ist?

Ja, gute Bakterien tragen zu deiner allgemeinen Gesundheit bei.

Viele Dinge in unserem Alltag können die Balance deiner Darm-Mikrobiota beeinträchtigen und so schädlichen Bakterien die Möglichkeit geben, sich zu vermehren. Ungesunde Ernährungsgewohnheiten, schlechter Schlaf und viel Stress können dazu beitragen, dass die Bakteriengemeinschaft aus dem Gleichgewicht gerät. Dies kann zu Verdauungsproblemen, Stimmungsschwankungen und zur Schwächung unseres Immunsystems führen.

Erfahre was du tun kannst, um deine Darmgesundheit zu fördern

Illustration fermentierter Lebensmittel in Gläsern

Wo kann man gute Bakterien finden?

Gute Bakterien befinden sich als Teil der Darm-Mikrobiota in deinem Darm. Sie sind aber teilweise auch in fermentierten Lebensmitteln und insbesondere in probiotischen Lebensmitteln enthalten. Wenn du diese in deine tägliche Ernährung aufnimmst, kannst du die Anzahl der guten Bakterien in deinem Darm erhöhen.

Wusstest du schon? Es ist wichtig, zu wissen, dass nicht alle fermentierten Lebensmittel gleich sind und sie sich von Probiotika unterscheiden. Probiotika wurden strengen Tests unterzogen und wissenschaftlich ausgiebig erforscht.

Fermentierte Lebensmittel können nur dann als probiotisch bezeichnet werden, wenn mindestens einer ihrer lebenden Mikroorganismenstämme bestimmte Bedingungen erfüllt.

6 Tipps zur Auswahl der richtigen fermentierten Lebensmittel und Probiotika

Bei der Auswahl von fermentierten Lebensmitteln und Probiotika gibt es einige Dinge zu beachten:

1. Der Fermentationsprozess

Ein akkurater und standardisierter Herstellungsprozess stellt sicher, dass die fermentierten Lebensmittel auf korrekte und einheitliche Weise mit der angegebenen Menge und dem angegebenen Bakterienstamm zubereitet werden. Im Gegensatz dazu sind selbst hergestellte fermentierte Produkte nur schwer zu standardisieren und weisen daher eine unterschiedliche Zusammensetzung der Bakterien in Bezug auf Stämme, Menge und Qualität auf.

2. Wissenschaftlicher Nachweis

Nicht alle Bakterienstämme sind gründlich erforscht. Im Allgemeinen kann man sagen, dass die Qualität eines fermentierten Lebensmittels umso verlässlicher ist, je besser der enthaltene Bakterienstamm erforscht ist.

3. Überleben im Darm

Die Fähigkeit, den Darm lebend zu erreichen, ist eine Schlüsseleigenschaft der probiotischen Stämme. Erreichen die Bakterien den Darm nicht lebend, können sie nicht den gleichen Beitrag wie lebende Bakterien leisten.

4. Die Anzahl der lebenden Bakterien

Ein hochwertiges Produkt erkennst du zudem an der Menge der Bakterien pro Portion. Diese solltest du auf der Produktverpackung finden. Für eine gute Qualität ist eine bestimmte Anzahl lebender Bakterien erforderlich, die den Darm lebend erreichen müssen. Übrigens: Der wissenschaftliche Begriff hierfür lautet „KBE“, was für „koloniebildende Einheiten“ steht.

5. Qualität und Quantität der Bakterienstämme (Einzelstamm oder Multistamm)

Qualität ist wichtiger als Quantität. Es ist besser, einen Stamm zu haben, der sehr gut untersucht ist, als fünf Stämme, über die man wenig weiß. Außerdem wird bei einem Produkt mit mehreren Stämmen nicht immer jeder Stamm in der richtigen Menge zugeführt. Das kann zu einer verminderten Produktqualität führen.

6. Unbedenklich zu konsumieren?

Möchtest du wissen, ob fermentierte Lebensmittel oder Probiotika unbedenklich zu konsumieren sind, hilft ein Blick auf ihre Geschichte. Werden die Produkte bereits seit vielen Jahren von Millionen von Menschen weltweit konsumiert, stellt dies ebenfalls eine Sicherheit der Produkte dar.