Wissenschaft klingt vielleicht manchmal trocken, aber sie bringt oft großartige Ergebnisse, die uns im Alltag helfen. Wir bei Yakult finden Wissenschaft klasse; schließlich war der Yakult-Gründer ein japanischer Wissenschaftler, der unsere einzigartigen Lactobacillus casei Shirota erforscht und daraus das Getränk Yakult gemacht hat.

Als Wissenschaftsfans haben wir einige Tipps und Tricks gefunden, die das Leben leichter gestalten können. Bei vielen spielen sogar winzige Bakterien eine große Rolle. Kleine Tricks, große Wirkung!  

Eis ganz easy auftauen

Wenn Fenster, Autos oder Straßen vereist sind, wüssten wir gerne einen Trick, wie man Eis schneller auftaut. Dazu brauchen Sie keinen Flammenwerfer. Wissenschaftler empfehlen Salz. Denn Salz senkt den Gefrierpunkt von Wasser drastisch. Also einfach etwas Salz hinzufügen, wenn Sie etwas schneller auftauen möchten. Das funktioniert bei gefrorenen Lebensmitteln ebenso wie beim Salzstreuen auf vereisten Straßen.

Angelaufenes Silber reinigen

Angelaufenes Silber zu putzen ist lästig. So geht’s leichter: Geben Sie zu einer Tasse heißem Wasser einen Esslöffel Natron und Speisesalz sowie einen Ball Aluminiumfolie hinzu. Lassen Sie das angelaufene Silber darin einige Minuten einwirken. Schon glänzt es wieder.

Wie funktioniert das? Die schwarze Schicht, die sich auf Silber bildet, ist Silbersulfid. Aluminiumfolie reagiert mit Silbersulfid und bildet Aluminiumsulfid, während es in der Natronlauge eingetaucht ist.  So entsteht wieder glänzendes Silber, während das Aluminium dunkel anläuft.

Zwiebeln schneiden ohne Tränen

Unsere Tränen beim Zwiebelschneiden lassen sich nicht nur wissenschaftlich erklären, sondern auch vermeiden.  Beim Schneiden werden Zwiebelzellen zerstört und setzen ein Enzym frei, das schwefelhaltige Aminosäuren in der Zwiebel abbaut. Bei dieser Reaktion entsteht ein Gas, das unsere Augen reizt und zum Tränen bringt.

Gegen dieses reizende Gas kann man sich mit einer Taucherbrille schützen. Aber es hilft auch, wenn man Zwiebeln vor dem Schneiden ca. 30 Minuten im Kühlschrank oder im Eisfach kühlt. Bei niedrigen Temperaturen arbeitet das Enzym nicht so gut und die chemische Reaktion wird gehemmt.

Wie man ein faules Ei entlarvt

Wie erkennt man, ob ein rohes Ei noch frisch ist? Ganz einfach: Legen Sie das Ei in ein mit Wasser gefülltes Glas. Liegt das Ei unten, ist es ganz frisch. Richtet es sich auf, ist es schon etwas älter. Wenn das Ei an der Oberfläche schwimmt, ist es mindestens vier Wochen alt. Riecht das Ei noch okay, können Sie es zum Kochen oder Backen verwenden. Im Zweifel jedoch besser wegwerfen.

Was steckt hinter dem Schwimmtest? Wenn ein Ei älter wird, vergrößert sich die Luftblase im Inneren. Deshalb hebt sich zunächst die Seite mit der Luftblase nach oben und später schwimmt das Ei mit der runden Seite nach oben im Wasser.

Der Geruch von Regen

Wenn es nach langer Trockenheit regnet, liegt ein ganz spezieller Duft in der Luft. Woher kommt das? Der Regenduft ist eigentlich ein Potpourri. Als Hauptquelle gilt ein Alkohol namens Geosmin, der wunderbar erdig riecht. Bakterien im Erdboden produzieren das Geosmin und kurbeln bei Feuchtigkeit ihre Produktion richtig an. In den Regengeruch mischen sich zudem Steinstaub und ätherische Öle von Pflanzenblättern, die sich bei Regen mit Geosmin verbinden. Fachleute bezeichnen den Regenduft übrigens als Petrichor.

Meeresleuchten: Bio-Feuerwerk im Meer

 

Magisch erscheint das Meeresleuchten, bei dem das Meer bläulich oder grünlich strahlt und glitzert. Das bezaubernde Naturschauspiel lässt sich an der Nordsee ebenso beobachten wie in Kalifornien oder auf den Bermudas. Doch wie entsteht das wundersame Leuchten? Dieses Phänomen der Biolumineszenz tritt auf, wenn im Meer lebende Photobakterien eine bestimmte Konzentration erreichen. Bei Berührung oder Wellengang erzeugen sie dann Licht. Auch viele Meeresbewohner leuchten dank einer Symbiose mit Photobakterien.

Bakterien groß in Mode: Shirts, die kühlen, wenn einem zu warm wird

Wer öfter schwitzt, freut sich über Kleidung, die man nicht ausziehen muss, wenn einem warm wird, sondern die dann sogar kühlt. Solche „lebende Kleidung“ haben Forscher des Massachusetts Institute of Technology mit Hilfe von Bakterien entwickelt. In einen Bekleidungsstoff haben sie Einsätze mit Lüftungsklappen und Bakterien der Gattung Bacillus subtilis natto eingearbeitet. Je nach Feuchtigkeit dehnen sich diese Bakterien aus und ziehen sich wieder zusammen. Durch diesen Mechanismus sorgen die Bakterien dafür, dass sich die Lüftungsklappen öffnen, wenn der Träger des Kleidungsstücks anfängt zu schwitzen. Wenn die Frischluftzufuhr den Körper abgekühlt hat, schließen die Bakterien die Klappen automatisch wieder.

So einzigartig wie ein Fingerabdruck: unsere Darmbakterien

Anhand des Fingerabdrucks lassen sich Menschen eindeutig unterscheiden. Das Gleiche funktioniert im Prinzip über die Zusammensetzung der Darmflora, heute Mikrobiota genannt. Denn jeder Mensch besitzt einen einzigartigen Mix verschiedener Bakterienstämme im Darm. Dieser kann sich zwar im Laufe des Lebens ändern, doch niemals werden zwei Menschen genau die gleiche Kombination aufweisen.

Wie Darmbakterien bei Kälte unser Gewicht beeinflussen

Frieren beeinflusst nicht nur uns, sondern auch unsere Darmbakterien. Laut einer Studie der Uni Kiel und des UKE in Hamburg ändert sich bei Kälte die Zusammensetzung der Bakterienstämme im Darm. Einige Bakterienarten mögen die Kälte und vermehren sich besser, andere weniger. Durch diese Veränderung verbrennt der Körper zunächst mehr Fett und verliert an Gewicht. Dieser Effekt hält zwar nicht lange an, bietet den Wissenschaftlern jedoch neue Ansätze, um Übergewicht zu bekämpfen.