Mochi-Eis - die traditionelle Silvesterspeise in Japan

Schon mal was von „Mochis“ gehört? Mochis sind japanische Reiskuchen, die traditionell zu Silvester gegessen werden. Was für uns Raclette oder Fondue zu Silvester ist, sind für die Japaner Mochis.

Die Reiskuchen bekommen ein Upgrade: Statt Adzukibohnen-Paste, Schokocreme und Co. werden die Mochis mit Eiscreme gefüllt und in vielen Geschmacksrichtungen angeboten, wie zum Beispiel Erdbeere, Mango, Pistazie, Schokolade oder Matcha Tee.

Die äußere Hülle wird aus Klebreismehl, dem so genannten Shiratamako, hergestellt. Das Besondere ist, dass der Klebreismehl sogar tiefgefroren angenehm weich bleibt. Eine weitere Besonderheit ist, dass Mochi-Eis traditionell auf Basis von Kokosmilch hergestellt wird und somit gluten- und lactosefrei ist. Je nach Sorte ist das neue Trend-Dessert sogar vegan. Wer jetzt Lust auf Mochi-Eis bekommen hat, findet die kleinen Köstlichkeiten im Tiefkühlregal vieler Asia-Shops sowie in einigen gut sortierten Supermärkten.

Obwohl die traditionellen Reiskuchen schon seit Jahrhunderten eine ganz besondere Rolle in der japanischen Kultur einnehmen, hat das Mochi-Eis eine relativ kurze Geschichte. Wir haben die kleine Köstlichkeit Frances Hashimoto zu verdanken, einer Amerikanerin mit japanischen Wurzeln. Sie stieg in das Familienunternehmen Mikawaya eindas seit Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA japanische Snacks, Desserts und Süßigkeiten verkauft.

Frances Hashimoto hatte die Idee, die traditionellen Reiskuchen mit Eiscreme zu füllen. Seit 1963 produziert ihr Unternehmen nun auch das Mochi-Eis in den USA. Die Forschung und Produktentwicklung dauerte über zehn Jahre, da die richtige Zusammensetzung der Zutaten sehr komplex ist. In den USA ist das Mochi-Eis schon seit vielen Jahren ein Kassenschlager und nach so vielen Jahren ist das neue Trend-Dessert nun auch endlich bei uns in den Tiefkühlregalen angekommen.