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Dr. Shirota Biografie

Die traditionsreiche Geschichte des Mikrobiologen Dr. Minoru Shirota und Yakult.

Erfahren Sie hier alles über den langen Entwicklungsprozess unserer kleinen Fläschchen.

Der Wissenschaftler Minoru Shirota wurde am 23. April 1899 in Japan geboren. Die Gegend Inatal lebte von der Landwirtschaft und der Seidenkultur. Die Shirotas waren Großhändler für Seide und der Vater Minorus arbeitete bei einer Bank.

Minoru war das fünfte Kind, der dritte Sohn der insgesamt sieben Kinder. Unterernährung und Dysenterie waren eine Plage auf dem Land des verarmten Japans.

1913 begann Minoru in Iida seine mittlere Schulausbildung. Jeden Tag musste er acht Kilometer hin und zurück zu Fuß zurücklegen. Am Tag als einer von Minorus Klassenkameraden starb, schlug sein Vater vor, dass er Medizin studieren sollte. „Das Inatal ist ein schwerer Ort zum Leben“, sagte er, „wir haben strenge Winter und der Ertrag der Landwirtschaft ist karg, die Menschen müssen hart arbeiten, um zu überleben.“ Es gab zu wenige Ärzte am Land, und manchmal starben die Leute auch, weil der Arzt zu spät kam.

1918 übersiedelte Minoru zum Studium nach Sendai, einer der größten Städte des Nordens, später nach Kyoto.

Die Universität der alten Kaiserstadt galt als ausgesprochen progressiv. Die medizinische Fakultät beschäftigte sich nicht nur mit dem Heilen von Kranken, sondern auch mit grundlegender Forschung, der Ursache der Krankheiten. Der junge Minoru war schon früh überzeugt, dass man nicht Arzt werden sollte, nur um Patienten zu behandeln, sondern auch, um Krankheit zu studieren, um den Menschen zu helfen, dieser vorzubeugen.

Er entschied sich für das Fachgebiet Mikrobiologie und vor allem Bakteriologie. Waren es nicht Bakterien, die so viele Tote durch Dysenterie, Typhus und Cholera verursachten? Minoru studierte das Werk von Louis Pasteur (der die Milchsäurebakterie entdeckte), Robert Koch (der 1881 lernte Bakterienkulturen zu züchten) und vor allem des russischen Biologen Elie Metchnikoff, der 1908 zusammen mit Paul Ehrlich (dem Erfinder der Chemotherapie) den Nobelpreis für Medizin erhalten hatte. Metchnikoffs Theorie „Lange leben ohne alt zu werden“ gründete auf die hohe Lebenserwartung von Bulgaren und ihre Gewohnheit, um Kefir, fermentierte Milch, zu trinken. So lenkte er die Aufmerksamkeit auf die Kraft von Milchsäurebakterien.

Mit endloser Geduld isolierte er mehr als dreihundert Stämme von Milchsäurebakterien. Daraus wählte er achtzehn, die er erneut nach bestimmten gewünschten Merkmalen selektierte. Jene Stämme, die am resistentesten gegen Säure waren, prüfte er auf ihren Widerstand gegen Gallensäure und auf ihr Fermentationsvermögen.

1930 war ein wichtiges Jahr: im Februar bekam er sein Doktordiplom für Medizin, im Dezember promovierte er vom Assistenten zum Dozenten. Und im selben Monat konnte er endlich jene Milchsäurebakterie isolieren, nach der er fünf Jahre lang gesucht hatte. Er kultivierte die Bakterie und garantierte, dass sie ausreichend resistent war, um die Magen- und Gallensäuren zu überleben. Später bekam die Bakterie den Namen seines Entdeckers: Lactobacillus casei Shirota, LcS in der Laborfachsprache.

Im Jahr 1933, dem Jahr, in dem seine Tochter geboren wurde, ernannte die Universität Dr. Shirota zum Assistenten-Professor.

Um 1935 war schließlich sein Getränk auf der Basis von Kuhmilch fertig. Er verbreitete es in kleinem Umfang in Fläschchen mit 7,2 Zentiliter und nannte es Yakulto, nach dem Esperantowort yahurto für Yoghurt: „In Kultur gebrachte Yoghurt“.

Dr. Shirota bestand darauf, dass die Fläschchen billig waren, dass sie sich jeder leisten konnte, und dass der Verkäufer selbst eine ausreichende Marge hatte. In seiner ersten Rede klangen schon die Worte eines guten Verkäufers durch: „Kommunizieren Sie ehrlich und freundlich mit dem Verbraucher. Wenn Sie das tun, können Sie eine harmonische Verbindung mit den Konsumenten schaffen, so dass sie verstehen was Sie erzählen und sowohl Ihnen als auch unserem Produkt vertrauen.“ Der Erfinder und Forscher war zweifelsohne auch ein Geschäftsmann.

1936 kam der Verkauf von Yakult ins Laufen.

Seit Beginn lief der Verkauf von Yakult über unabhängige Verkäufer. Der Großteil der Kunden waren Frauen. 1963 kam Dr. Shirota auf die Idee, ein System von Yakult Ladies zu gründen, die auf selbständiger Basis von Tür zu Tür Yakult verkauften.

Japan zählt momentan etwa 80.000 dieser uniformierten Yakult-Verkäuferinnen, die für jeden im Straßenbild erkennbar sind.

Heute, 80 Jahre später werden in Japan täglich 10 Millionen Fläschchen Yakult getrunken, weltweit sind es 30 Millionen.

Mittlerweile ist Yakult in 38 Ländern verfügbar.