Japanische Teezeremonie

Die Tee Zubereitung nach der beliebten Urasenke Schule ist eine von Zen-Buddhismus abgeleitete Lebensphilosophie. Die Tee Meisterin Nakayama Sensei zeigt Ihnen wie es geht.

 

Das jahrhundertalte Ritual der japanischen Tee Zubereitung

Wasser kochen, über den Tee gießen und trinken – so wird in Europa Tee getrunken. Ganz anders ist die japanische Tee Zubereitung, aus der Heimat von Yakult. „Der Geist des Tees ist der Geist des Friedens, und die Kultur des Tees ist eine Kultur der Gastfreundschaft. Tee befähigt uns zum Aufbau und zur Pflege guter zwischenmenschlicher Beziehungen.
Doch darf der Geist des Tees nicht auf den Teeraum begrenzt bleiben. Er ist von entscheidender Bedeutung für das harmonische Zusammenleben der Menschen im großen Gefüge der Natur“, so Sen Sôshitsu XV, Großmeister der japanischen Teeschule Urasenke.

 

So wird ein japanischer Tee nach der traditionellen Urasenke Schule zubereitet

Die Tee Zubereitung nach der beliebten Urasenke Schule ist eine vom Zen-Buddhismus abgeleitete Lebensphilophie, in der jeder Handgriff seine tiefe Bedeutung hat. Oberstes Prinzip ist dabei die absolute Harmonie des Ablaufs. Für die Teezubereitung werden alle benötigten Gegenstände in einen Teeraum getragen und in einer genau festgelegten Anordnung auf Bodenmatten gelegt.
Manche Abläufe der Zeremonie sind schnell, manche langsam, aber alle folgen ihren eigenen Regeln. Auf sorgfältig geschnittener und gewaschener, glühender Holzkohle wird Wasser erhitzt. Eine genau vorgegebene Menge pulverisierten Grünen Tees wird mit dem Teelöffel, meist aus Bambus, aus dem Teebehälter in die Teeschale gegeben. Mit einer Schöpfkelle wird eine exakt vorgeschriebene Menge heißen Wassers dazugegeben – dreieinhalb Schluck pro Gast, das Wasser sollte bei starkem Tee zwischen 75 und 85 Grad Celsius haben, bei leichtem Tee etwas weniger.

 

Gastgeber und Gast folgen einem exakten Ritual

Der Umgang mit den verwendeten Gegenständen erfordert besondere Achtsamkeit: „Wenn ihr etwas aus der Hand legt, um den nächsten aufzunehmen, dann sollte dies in einem Geiste geschehen, als würdet ihr euch von einem geliebten Menschen trennen“, heißt es in einem japanischen Lehrgedicht. Aber nicht nur der Gastgeber folgt bei der Zubereitung einem genauen Ablauf; vielmehr muss auch der Gast zahlreiche Regeln kennen: nicht im unpassenden Moment zu sprechen, die Schale Tee nach einem besonderen Ritual in Empfang zu nehmen, sich vorher auf eine bestimmte Art zu verbeugen, mit Bedacht von dem Getränk zu kosten, es in einer festgelegten Weise weiterzureichen. Vor dem Trinken wird die Teeschale zwei Mal nach rechts gedreht. Der Gastgeber stellt die Schale mit der schönsten Seite vor den Gast und erweist ihm dadurch seine Ehrerbietung. Der Gast wiederum dreht die Schale um, als Ausdruck seiner Bescheidenheit.
Nirgendwo auf der Welt finden wir ein Getränk wie Tee, das so ausdrücklich im Geist gegenseitiger Dankbarkeit von einem Menschen angeboten und von einem anderen entgegengenommen wird.

Yakult Österreich traf  die Tee Meisterin Nakayama Sensei in der Wiener Teebar Cha No Ma und führte nach der traditionellen Urasenke Schule eine  japanische Teezeremonie durch. Am besten Sie überzeugen  sich selbst anhand der Fotos im Fotoalbum.